Mit der Rivalität ist das ja so eine Sache: Ist sie in manchen Fällen durchaus auch kontraproduktiv, so kann sie in anderen Fällen auch bereichernd und anspornend sein. Ähnlich verhält es sich mit dem Licht der Hoffnung. Was in der Fußballwelt manchmal seltsame Blüten treibt, ist im B.O.S.C.-Kosmos durchaus produktiv. In Dortmund zum Beispiel ist das Licht der Hoffnung längst eine monatliche Institution. Ehrensache also, dass Gelsenkirchen da nicht nachstehen will, was allen Bedürftigen in der Reviermetropole nur zugutekommen kann. Es ist das zweite Mal, dass wir hier unterwegs sind, und wir hoffen, das die Aktion auch hier zu einer ebensolchen Institution machen zu können wie in der Nachbarschaft. Selbstredend ist dies nicht die treibende Kraft, die hinter einer Aktion wie dem Licht der Hoffnung steckt. Vielmehr eint uns – über jegliche Rivalität hinweg – der Wunsch, notleidenden Menschen unsere Hand zu reichen und die Welt dadurch mindestens ein bisschen besser zu machen.
Noch läuft das LdH Edition GE allerdings in merklich kleinerem Rahmen als in Dortmund ab. Dass es dennoch bestens funktioniert, beweisen wir, Annika und Frank mit unserem Sohn, als wir Ende Januar gemeinsam in der Gelsenkirchener Innenstadt unterwegs sind. Unser Weg führt uns durch die einst belebte Einkaufsstraße zum Heinrich-König-Platz und anschließend zum Alfred-Zingler-Platz. Unterwegs können wir bereits einige Menschen glücklich machen und was uns besonders freut, ist die absolute Freundlichkeit und Dankbarkeit der Bedürftigen. Dass es das Schicksal mit diesen armen Menschen in manchen Fällen ganz besonders schlecht meint, führt uns die Geschichte eines Mannes vor Augen, der auf der Straße kurz zuvor Opfer einer Gewalttat geworden ist. Mit etwas Nahrung und einem Hygienebeutel können wir zumindest ein wenig seine Laune aufheitern. Und obwohl wir heute erst das zweite Mal hier sind, werden wir bereits wiedererkannt. Nach gut zwei Stunden haben wir viele Menschen mit Bananen, gekochten Eiern, Schokobrötchen, Unterwäsche, Socken, Mützen und Handschuhen sowie gepackten Hygienebeuteln versorgt und damit sehr glücklich gemacht.
Es braucht also nicht viel, um den „Schwachen die Hand zu reichen“. Kapitel 3 des „Aktionsbuches Licht der Hoffnung“ in Gelsenkirchen ist bereits in Planung.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.